Auch deutscher Bischof vermittelt im Entführungsfall
RZ (Rheinzeitung) Nr. 3 05.01.1999
BOGOTÁ. In die Bemühungen um die
Freilassung eines vor kurzem in Kolumbien entführten Mannes
aus München hat sich neben dem Privatagenten Werner Mauss
auch der momentan in Ecuador tätige deutsche Bischof Emil
Stehle eingeschaltet.
Der etwa 60jährige Münchener war am 1. Dezember von Rebellen
des Nationalen Befreiungsheers (ELN) in der Nähe von Cali in
seinem Auto gestoppt und verschleppt worden.
Nach Angaben von Mauss soll er ohne Lösegeld freigelassen
werden. Begründung: Die Bundesregierung habe zugesagt, den
Friedensprozess in Kolumbien weiter zu unterstützen.
Die Regierung in Bogotá teilte unterdessen mit ein hoher
Vertreter der USA und ein Kommandant der Rebellenbewegung
Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hätten sich
über die Beendigung des Bürgerkriegs unterhalten.
Nach Medienberichten ging es um eine politische und
finanzielle Unterstützung der USA für den Friedensprozess
sowie die Bekämpfung des Drogenhandels.
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